GIEBEL Know How


FRAGEN & ANTWORTEN

  

Auf dieser Seite möchten wir Ihre Fragen ausführlich und verständlich beantworten. Dabei greifen wir Fragen auf, die auch für andere interessant sein könnten.

  

Grundlagen zur Regeneration von Silicagel

Silicagele besitzen eine amorphe, ungeordnete Mikrostruktur und dadurch eine breite Porenradienverteilung. Aufgrund seiner Polarität gehören Silicagele zu den hydrophilen Adsorbenzien, was sich in der Affinität zu Dipolmolekülen, wie z.B. Wasser, ausdrückt. Da es sich bei der Adsorption durch Silicagel um eine Physisorption handelt, wird das Wasser durch die nicht sehr starken van der Waalsschen Kräfte an der Oberfläche gebunden. Das adsorbierte Wasser bleibt dabei chemisch unverändert und kann leicht wieder gelöst werden.

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Regeneration von Silicagel im haushaltsüblichen Ofen

Voraussetzung zur Regeneration von beladenem Silicagel in einem haushaltüblichen Ofen ist, dass sich kein Öl oder andere Substanzen auf der Oberfläche befinden und die Regenerationstemperatur eingehalten wird.

1. Vorbereitungen
Eine Temperatur von 120°C und Umluft einstellen, um die Silicagelschüttung möglichst gut zu durchlüften.
Das Silicagel sollte möglichst flach in einem Backblech verteilt werden. Desto flacher die Schüttung ist, desto besser ist die Durchströmung mit heißer Luft und desto schneller wird die Regeneration stattfinden.

2. Vorgehensweise
Die Bleche mit möglichst viel Abstand zueinander in den Ofen schieben.
Die Regenerationsdauer bis zur vollständigen Trocknung hängt von der Schütthöhe auf dem Blech ab und ergibt sich wie folgt:

Silicagelmenge pro Blech

Regenerationsdauer

0,5 kg

ca. 90 min.

1,0 kg

ca. 180 min.

1,5 kg

ca. 270 min.

2,0 kg

ca. 360 min.


Nach der Trocknung des Silicagels ist dieses sehr heiß und sollte in einem geeigneten Behälter eingefüllt und möglichst Luftdicht verschlossen werden.
Die Abkühlung auf dem Blech unter Kontakt mit der Umgebungsluft, wird das Silicagel wieder beladen und den späteren Einsatz im Adsorber stark einschränken.

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Ist Silicagel mit Farbindikator giftig und kennzeichnungspflichtig?

Hierbei kommt es auf den Farbindikator an. Gemäß Gesetzgebung der Europäischen Union sind reines Silicagel, Molekularsieb und Aluminiumoxid nicht als gefährlich eingestuft. Weiterhin sind sie nicht brennbar und chemisch stabil. Bei sachgemäßer Handhabung und Verwendung sind keine ökologischen Probleme zu erwarten. Werden diese Adsorbenzien in Belüftungstrocknern verwendet, so wird oft mit ein Farbindikator aufgebracht.

Insbesondere bei Silicagelen sind diverse Farbumschläge verfügbar, die den Wassergehalt ab einem bestimmten Gewichtsanteil anzeigen. Einige Farbindikatoren sind als giftig und gesundheitsgefährdend eingestuft. Durch solche Farbindikatoren werden auch diese Silicagele kennzeichnungspflichtig.

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Kann Silicagel zur Belüftung von Ethanoltanks verwendet werden und ist Silicagel beständig gegen Ethanol?

Ja, Silicagel ist beständig und kann zur Belüftung von Ethanoltanks eingesetzt werden. Silicagel wird unter anderem in der Dünnschichtchromatographie zur Trocknung von Ethanol eingesetzt. Es zählt zu den polaren Adsorbenzien, an dem ca. 90 % aller Trennungen in der Dünnschichtchromatographie ausgeführt werden. Es handelt sich um ein poröses und amorphes Siliziumdioxid mit großer innerer Oberfläche. Getrennt werden mäßig polare Analyten, die in organischen Lösungsmitteln (z.B. Ethanol) löslich sind.

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